Steckrübenkartoffelsuppe

Es war ein Wagnis, diese Suppe zu kochen, denn mein Mann mag keine Steckrüben. Immer, wenn es früher bei ihm zuhause das Gemüse gab, erzählte sein Vater vom Krieg und wie wenig sie damals zu essen hatten. Da blieb ihm dann der Bissen im Hals stecken.

Die Erzählungen kann ich gut nachvollziehen, denn ein Blick auf Wikipedia zeigt, wie wichtig die Steckrübe einmal gewesen ist. Warum sie aber auch schon vor 70 Jahren einen schlechten Ruf hatte, kann ich gar nicht verstehen. Ich mochte sie nämlich immer, Gestern gab nun so tolle Steckrüben im Supermarkt, dass ich – ohne was zu sagen – eine in den Einkaufswagen gepackt habe. Weiterlesen „Steckrübenkartoffelsuppe“

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Neujahrssuppe mit Topinambur

Topinambur ist ein Gemüse, das leider nur wenige kennen. Dabei ist es leicht selbst anzubauen und gerade weil es hierzulande gut gedeiht auch im Gemüsehandel kostengünstig zu bekommen. Ich kenne es allerdings auch noch nicht lange: Vor zwei Jahren hatte meine Freundin Birgit mir ein paar Knollen mit in den Kleingarten gebracht. Daraus sind dann über drei Meter hohe Blumen gewachsen. Sie gehören zur Familie der Sonnenblumen. Und während sie oberhalb der Erde das Auge erfreuten, sind an ihren Wurzeln schmackhaften Knollen gewachsen.

Im ersten Jahr hatte ich sie zu früh geerntet, sodass sie viel zu klein waren. Dieses Jahr habe ich sie am 1. Januar anlässlich einer Stippvisite im Kleingarten aus der Erde geholt – über elf Kilogramm sind zusammen gekommen – ohne Dünger, ohne Nachzucht! Das Rezept, nachdem ich die Suppe gekocht habe, geht so: Weiterlesen „Neujahrssuppe mit Topinambur“

Wieder gezielt Abnehmen – ohne reduziert zu leben

Ich habe darüber nachgedacht, diesen Blog zu löschen und einige der Beiträge in meine reguläre Website zu integrieren. Es scheint so, dass meine Idee, über zwangloses Essen und Essverhalten zu schreiben, erledigt ist. Einerseits, denn ich habe im Februar entschieden, mich für ein Jahr bei Weight Watchers anzumelden. Und damit erstaunlicherweise noch einmal zu versuchen, systematisch und gezielt abzunehmen. Von alleine wäre ich wohl nicht auf die Idee gekommen. Ich hatte vielmehr Vorbilder, die mich diesmal inspiriert haben: Mein Mann und meine Tochter haben zusammen im letzten Jahr zusammengenommen circa einen Zentner mit Hilfe des Programms abgenommen. Ich habe ihnen dabei zugesehen, mich für sie gefreut und bin meinen eigenen Weg weiter gegangen. Der unter anderem daraus bestand, diesen Blog voll zu schreiben. Weiterlesen „Wieder gezielt Abnehmen – ohne reduziert zu leben“

Eine neue Individualität

Abnehmen. Mal wieder. Und doch ist es diesmal anders. Weniger Druck, weniger Ehrgeiz. Ich möchte eine Abnahme auf Dauer und mir dafür anderes Essen angewöhnen. Die einen nennen es Ernährungsumstellung. Ich stelle aber nicht meine Ernährung um. Ich möchte vielmehr endlich normal essen. Heißt: Alles essen, mich satt essen, Spaß am Essen haben, Genuss empfinden.
Dass mir ausgerechnet Weight Watchers dabei zur Hilfe kommt, hätte ich nie gedacht. Doch die Methode passt mittlerweile zu mir. Als ich 16 war, hatte ich schon einmal Bekanntschaft mit dem Konzern gemacht. Danach nie wieder. Die Gruppentreffen mit vorwiegend alten Frauen und die kontrollierte Wiegerei trieben eher meine Zwänge. Weiterlesen „Eine neue Individualität“

Ich will nicht mehr. Ich will mich.

CbEZKjAmSkGA%LmVv4aUeQIn den letzten Wochen ist in mir der Wunsch gewachsen, es nochmal ernsthaft mit dem Abnehmen zu versuchen. Ich möchte endlich eine dauerhafte Möglichkeit finden, meine Ernährung auf einen Stand zu bringen, der dieses ständige Auf und Ab meines Essenverhaltens und meines Gewichts beendet. Ich fühle  mich nicht wohl mit meinem Essen. Und auch nicht mit meinem Bauch, meinen Oberschenkeln, meinem „Mond“-Gesicht. Ich fühle mich abhängig von den ständigen „Angeboten“ in meinem Lebensumfeld. Ich kann mich ernsthaft keine fünf Minuten in Eimsbüttel oder auch sonst irgendwo in der Stadt bewegen, ohne dass es nach Essen riecht, Essen ausliegt und ich das Gefühl habe, jetzt essen zu müssen. Und fast überall, wo ich hinkomme, steht Essen auf dem Tisch. Weiterlesen „Ich will nicht mehr. Ich will mich.“

Nie wieder Weihnachten?

Texte, die mit „Alle Jahre wieder“ beginnen, lese ich meist nicht weiter. Bei diesem Text kommt mir genau diese Floskel in den Sinn. Denn immer zu Weihnachten habe ich die selben schlechten Gefühle, der Essbrechreiz meldet sich, Tränen kullern anlasslos, mein Selbsthass und meine Unzufriedenheit sind im dunkelroten Bereich.

Anfangs freue ich mich auf die Weihnachtszeit:. Ich bekomme Lust, die Wohnung zu dekorieren, mache mir Gedanken, welche Geschenke ich aussuche, plane Verwandtschaftsbesuche über die Feiertage verteilt, schaffe genügend Zeitpuffer, damit auch alles rechtzeitig fertig ist: Baum, Essen, Präsente. Wie immer möchte ich es perfekt haben. Es allen recht machen. Ob sie wollen oder nicht. Weiterlesen „Nie wieder Weihnachten?“

Rote-Linsen-Eintopf

Immer nachdem ich die ersten Male die Heizung wieder habe auf Touren laufen lassen, bekomme ich Appetit auf Eintöpfe. Circa ab Oktober beginnt bei mir die Suppen-Saison. Ich mag sie zwar das ganze Jahr über, aber irgendein ein genetischer Code muss im Herbst bei mir Signale an mein Geschmackszentrum senden, jetzt mit den deftigen Gerichten zu beginnen – zumal ich Suppen im Restaurant nicht ansatzweise so lecker finde wie meine. Ich mag eigene Eintöpfe auch deswegen, weil sie so wenig Gediddel beim Kochen machen. Alles kommt nach einander in einen Topf.

Für den Rote-Linsen-Eintopf dünste ich zunächst 2 grob geschnittene Zwiebeln glasig, gieße dann 1,5 Liter kochende Gemüsebrühe hinzu und gebe ein halbes Pfund rote Linsen hinein. Knappe 10 Minuten bubbert das Ganze vor sich hin. Dann kommen 2 fein geschnittene Möhren und ein Stück Sellerie hinzu, ebenfalls in dünne Scheiben geschnitten. Noch mal fünf Minuten Kochzeit, eher auf kleinerer Flamme.

Jetzt kommen Cabanossi mir klein geschnittenen Tomaten in die Suppe. Ich habe Mettenden genommen, die sind nicht so teuer, und habe sie auch in kleine Stücke geschnitten. Außerdem habe ich drei kleine Dosen geschälte Tomaten ausgewählt und keine frischen, weil ich so noch mehr Flüssigkeit bekomme. Weitere zehn Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Zum Schluss kommen Curry, 100 Gramm Sahne, 2 Esslöffel Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Paprikapulver hinzu. Nochmal rühren – und servieren. Schmeckt morgen wieder aufgewärmt nochmal so gut!