Wieder gezielt Abnehmen – ohne reduziert zu leben

Ich habe darüber nachgedacht, diesen Blog zu löschen und einige der Beiträge in meine reguläre Website zu integrieren. Es scheint so, dass meine Idee, über zwangloses Essen und Essverhalten zu schreiben, erledigt ist. Einerseits, denn ich habe im Februar entschieden, mich für ein Jahr bei Weight Watchers anzumelden. Und damit erstaunlicherweise noch einmal zu versuchen, systematisch und gezielt abzunehmen. Von alleine wäre ich wohl nicht auf die Idee gekommen. Ich hatte vielmehr Vorbilder, die mich diesmal inspiriert haben: Mein Mann und meine Tochter haben zusammen im letzten Jahr zusammengenommen circa einen Zentner mit Hilfe des Programms abgenommen. Ich habe ihnen dabei zugesehen, mich für sie gefreut und bin meinen eigenen Weg weiter gegangen. Der unter anderem daraus bestand, diesen Blog voll zu schreiben. Weiterlesen „Wieder gezielt Abnehmen – ohne reduziert zu leben“

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Eine neue Individualität

Abnehmen. Mal wieder. Und doch ist es diesmal anders. Weniger Druck, weniger Ehrgeiz. Ich möchte eine Abnahme auf Dauer und mir dafür anderes Essen angewöhnen. Die einen nennen es Ernährungsumstellung. Ich stelle aber nicht meine Ernährung um. Ich möchte vielmehr endlich normal essen. Heißt: Alles essen, mich satt essen, Spaß am Essen haben, Genuss empfinden.
Dass mir ausgerechnet Weight Watchers dabei zur Hilfe kommt, hätte ich nie gedacht. Doch die Methode passt mittlerweile zu mir. Als ich 16 war, hatte ich schon einmal Bekanntschaft mit dem Konzern gemacht. Danach nie wieder. Die Gruppentreffen mit vorwiegend alten Frauen und die kontrollierte Wiegerei trieben eher meine Zwänge. Weiterlesen „Eine neue Individualität“

Ich will nicht mehr. Ich will mich.

CbEZKjAmSkGA%LmVv4aUeQIn den letzten Wochen ist in mir der Wunsch gewachsen, es nochmal ernsthaft mit dem Abnehmen zu versuchen. Ich möchte endlich eine dauerhafte Möglichkeit finden, meine Ernährung auf einen Stand zu bringen, der dieses ständige Auf und Ab meines Essenverhaltens und meines Gewichts beendet. Ich fühle  mich nicht wohl mit meinem Essen. Und auch nicht mit meinem Bauch, meinen Oberschenkeln, meinem „Mond“-Gesicht. Ich fühle mich abhängig von den ständigen „Angeboten“ in meinem Lebensumfeld. Ich kann mich ernsthaft keine fünf Minuten in Eimsbüttel oder auch sonst irgendwo in der Stadt bewegen, ohne dass es nach Essen riecht, Essen ausliegt und ich das Gefühl habe, jetzt essen zu müssen. Und fast überall, wo ich hinkomme, steht Essen auf dem Tisch. Weiterlesen „Ich will nicht mehr. Ich will mich.“

Nie wieder Weihnachten?

Texte, die mit „Alle Jahre wieder“ beginnen, lese ich meist nicht weiter. Bei diesem Text kommt mir genau diese Floskel in den Sinn. Denn immer zu Weihnachten habe ich die selben schlechten Gefühle, der Essbrechreiz meldet sich, Tränen kullern anlasslos, mein Selbsthass und meine Unzufriedenheit sind im dunkelroten Bereich.

Anfangs freue ich mich auf die Weihnachtszeit:. Ich bekomme Lust, die Wohnung zu dekorieren, mache mir Gedanken, welche Geschenke ich aussuche, plane Verwandtschaftsbesuche über die Feiertage verteilt, schaffe genügend Zeitpuffer, damit auch alles rechtzeitig fertig ist: Baum, Essen, Präsente. Wie immer möchte ich es perfekt haben. Es allen recht machen. Ob sie wollen oder nicht. Weiterlesen „Nie wieder Weihnachten?“

Rote-Linsen-Eintopf

Immer nachdem ich die ersten Male die Heizung wieder habe auf Touren laufen lassen, bekomme ich Appetit auf Eintöpfe. Circa ab Oktober beginnt bei mir die Suppen-Saison. Ich mag sie zwar das ganze Jahr über, aber irgendein ein genetischer Code muss im Herbst bei mir Signale an mein Geschmackszentrum senden, jetzt mit den deftigen Gerichten zu beginnen – zumal ich Suppen im Restaurant nicht ansatzweise so lecker finde wie meine. Ich mag eigene Eintöpfe auch deswegen, weil sie so wenig Gediddel beim Kochen machen. Alles kommt nach einander in einen Topf.

Für den Rote-Linsen-Eintopf dünste ich zunächst 2 grob geschnittene Zwiebeln glasig, gieße dann 1,5 Liter kochende Gemüsebrühe hinzu und gebe ein halbes Pfund rote Linsen hinein. Knappe 10 Minuten bubbert das Ganze vor sich hin. Dann kommen 2 fein geschnittene Möhren und ein Stück Sellerie hinzu, ebenfalls in dünne Scheiben geschnitten. Noch mal fünf Minuten Kochzeit, eher auf kleinerer Flamme.

Jetzt kommen Cabanossi mir klein geschnittenen Tomaten in die Suppe. Ich habe Mettenden genommen, die sind nicht so teuer, und habe sie auch in kleine Stücke geschnitten. Außerdem habe ich drei kleine Dosen geschälte Tomaten ausgewählt und keine frischen, weil ich so noch mehr Flüssigkeit bekomme. Weitere zehn Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Zum Schluss kommen Curry, 100 Gramm Sahne, 2 Esslöffel Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Paprikapulver hinzu. Nochmal rühren – und servieren. Schmeckt morgen wieder aufgewärmt nochmal so gut!

Klassischer Apfelkuchen

Das Jaht 2017 war ein katastrophales Apfeljahr für heimische Sorten. Alle jammern, dass die Importprodukte nun massenhaft in den Regalen lagern. Von meinem Baum habe ich auch kaum ernten können. Vielleicht sind insgesamt drei Kilogramm zusammen gekommen. Es hat für etwas Apfelmus gereicht. Und für einen Apfelkuchen. Ich backe seit Jahen immer den gleichen. Er geht einfach und ist eigentlich idiotensicher.

750 Gram Äpfel wasche und entkerne ich, die Schale bleibt dran!. Ich schnibbel die Apfelstücke dann in grobe Stücke und decke sie mit 2 Esslöffeln Zucker und Zitronensaft zu. Anschießend rühre ich 125 Gramm Butter mit drei Eigelben schaumig und gebe 100 Gramm Zucker und 1 Päckchen Vanillinzucker hinzu. Danach vermische ich 200 Gramm Mehl mit 1/2 Päckchen Backpulver und gebe es langsam zu der Masse. Aus den Eiweißen schlage ich einen feste Masse und ziehe sie unter den Teig.

Ich fette eine Backform ein und gebe den Teig hinein und verteile ihn mit der Rückseite eines Esslöffels gleichmäßig über den Boden. Die Apfelstücke kommen darauf. Der Kuchen wird bei 180 Grad eine Stunde lang gebacken. Man kann danach noch Puderzucker drüber geben, ich habe aber nie welchen vorrätig.

Meine Empfehlingen für Leute, die selten backen:

  • Vor Benutzung von Backpulver und Vanillinzucker auf die Haltbarkeit schauen – ich habe schon uralte Päckchen bei mir entdeckt.
  • Immer mehr Butter, Eier, Mehl und Zucker vorrätig haben, als für den Kuchen gebraucht wird, falls man sich mal verhaut. Oder kontinuierlich die Nachbarschaft pflegen, damit man notfalls ein Ersatz-Ei bekommt.
  • Wer noch keine Küchenmaschine hat – endlich kaufen. Oder schenken lassen.

Gemüsetopf mit Mango

img_0382.jpgEs ist ein uraltes Rezept, das ich mal wieder ausgegraben habe. Heute sagt man „vegan“ dazu, vor 25 Jähren empfanden wir uns außerhalb der gesellschaftlichen Norm, weil Essen ohne Fleisch auf den Tisch kam. Dass auch keine weiteren Tierprodukte enthalten sind, war uns gar nicht bewusst. Warum auch: Gebratene Zucchini schmeckt so fleischig, dass man auch als Allesesserin* nichts vermisst. Mit der raffinierten Würze darf man das Essen zudem auch als salzarm bezeichnen – und nur die süchtigsten Salzfetischistinnen werden das merken. Weiterlesen „Gemüsetopf mit Mango“